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In unserem Blog informieren wir Sie neben aktuellen Neuigkeiten in und um (SAP) HCM auch über das Unternehmen abresa und seine Mitarbeiter.

abresa – ready to race

Datum: 06.02.2014

abresa Motorrad

Foto made by RACEPIXX

Ich bin ein ganz normaler Motorradfahrer, der primär auf der Landstraße unterwegs ist. Doch auf der Landstraße ist der Grenzbereich schnell erreicht und zwar sowohl bezogen auf
die eigene Sicherheit als auch auf die Grenze, wo das Punktekonto sich erhöhen könnte. Das ist auch unabhängig vom Motorrad, also ob BMW S1000RR, KTM RC8,
Suzuki GSXR 1000, Honda CBR1000RR, Ducati 1198, Aprilia RSV4 oder Kawasaki ZX10-R. Selbst mit meiner alten TDM ist es möglich, zu zügig auf der Landstraße zu fahren. Deshalb habe ich vor einigen Jahren beschlossen, dass ich den Gashahn 2-4 Mal im Jahr auf der Rennstrecke aufdrehe und dort meine Gier nach schnellen Kurvenfahrten befriedigen kann. Wie ist dabei der Ablauf?

Auswahl eines Veranstalters

Es ist jedoch nicht einfach möglich, auf der Renntrecke zu fahren. Dazu braucht es einen guten Veranstalter und eine gute Vorbereitung, sonst wird das Ganze gefährlich und
macht keinen Spaß. Also zunächst einen guten Veranstalter suchen. Ich habe einen zuverlässigen und für meine Bedürfnisse passenden Veranstalter gefunden, bei dem ich
seit 3 Jahren regelmäßig meine Rennstreckentermine durchführe.

Terminplanung

Nächster Schritt ist die Planung, also passende Zeitfenster zu suchen, wo ein Rennstreckentermin möglich ist. Dabei muss ich sowohl private Belange als auch Belange meines Arbeitgebers beachten. Nur ein wirklich passender Termin kann die Grundlage für ein tolles und sicheres Rennstreckenerlebnis schaffen, an dem ich mich voll auf das Fahren auf der Rennstrecke konzentrieren kann.

Vorbereitung

Wenn ein Termin gefunden und gebucht ist, muss die Logistik überlegt werden, also wer fährt alles mit, wie kommen wir zur Renntrecke, wer mietet einen Anhänger, wer hat ein Fahrzeug mit Anhängerkupplung, wo übernachten wir, wer hat Werkzeug dabei und viele weitere Aspekte. Die Vorbereitung ist für mich elementar wichtig. Es unterbricht den ganzen Ablauf eines Rennstreckentermins, wenn in der Vorbereitung etwas vergessen worden ist. Deshalb benutze ich mittlerweile eine Liste, um die für mich wichtigen Punkte vor dem eigentlichen Start der Veranstaltung abhaken zu können. Das beruhigt mich und ich kann mit freiem Kopf zu der Veranstaltung fahren. Natürlich muss noch meine BMW S1000RR das Straßenkleid gegen eine Rennverkleidung tauschen, die mir freundlicherweise von der abresa GmbH gestellt wird.

Anfahrt

Wenn der Tag der Veranstaltung näher rückt, ist es Zeit die Feinabstimmung vorzunehmen, also Sachen packen mit Checkliste und die gemeinsame Anfahrt festlegen. Wenn der Veranstaltungsort, also die Renntrecke, erreicht ist, geht es daran die Boxen zu beziehen und alle Sachen auszupacken und für den nächsten Tag bereit zu legen. Motorräder auf die Motorradständer stellen und schon einmal die Reifenwärmer aufziehen, damit am nächsten Tag die Reifenwärmer nur noch angeschaltet werden müssen.

Tag der Veranstaltung – Es geht los!

Am Tag der eigentlichen Veranstaltung geht es morgens zur Renntrecke und dann erfolgt eine Fahrerbesprechung, in der alle relevanten Punkte für eine sichere Veranstaltung erklärt werden. Nur wer daran teilnimmt, darf später auf die Strecke fahren. Die meistens Veranstalter fahren in Leistungsgruppen und teilen nach den gefahrenen Rundenzeiten die Gruppen ein. Die Gruppeneinteilung wird mehrfach überprüft und ggf. korrigiert, damit sichergestellt ist, dass in den jeweiligen Turns der Gruppen, die ungefähr gleich schnellen Personen fahren. Jetzt geht es wirklich los. Meine Gruppe hat seinen ersten Turn. Die erste Runde mit der BMW S1000RR noch verhalten fahren, selbst wenn ich die Strecke kenne. Das habe ich schon einmal falsch gemacht aber aus Fehlern kann jeder lernen, sogar ich. Jetzt gilt es nach und nach schneller zu fahren, möglichst keine Fehler zu machen, was aber für jeden Hobbyfahrer wie mich, fast unmöglich ist aber doch zumindest keine groben Fehler zu machen ist das Ziel. Eine schnelle Runde ich meistens eine Runde, die eher unspektakulär ist und sich dadurch auszeichnet, dass alles sehr flüssig und ruhig läuft. Bei Fehlern versuche ich, nicht zu erschrecken und den Fehler zu korrigieren. Ein unkontrolliertes Handeln um einen Fahrfehler auszugleichen, verursacht meistens einen Ausflug ins Kiesbett. Dabei kann sowohl das Motorrad als auch ich selber beschädigt werden, was ich logischerweise gerne vermeide. Meine Motorradrennstreckenfreunde und ich sind uns einig, dass ein Besuch einer Rennstreckenveranstaltung ein erfolgreicher ist, wenn sowohl Fahrzeug als auch Fahrer unbeschadet wieder nach Hause kommen.

Heimfahrt

Nach dem letzten Turn wird wieder alles in Ruhe zusammengepackt und die Heimfahrt angetreten. Das ist oft der Zeitpunkt, wo ich die Rennstreckentage nochmal für mich selber analysiere und resümiere. Gerne unterhalten wir uns dann bei der Rückfahrt darüber, wer wen und wann überholt hat und welche anderen Teilnehmer auf der Strecke nicht ganz so gefahren sind, wie wir es erwartet haben.

Abschluss

Wenn zuhause wieder alles verstaut ist, die BMW S1000RR wieder im Straßenkleid steht und auf die Landstraße wartet, ist es soweit, dass ich mich schon auf den nächsten Termin auf der Rennstrecke freue.

Manchmal kommt mir ein Rennstreckentermin ein wenig wie ein Projekt bei meiner Arbeit im Bereich SAP HCM vor. Die Projektakquise im Vergleich zur Suche nach einer Rennstrecke und Veranstalter. Der Terminplan im Vergleich zu einem Meilensteinplan im Projekt. Die Vorbereitung im Vergleich zu einer Analyse und Konzeptphase. Die Anfahrt im Vergleich zu den ersten Customizing Aktivitäten und einer ersten Testabrechnung. Der Tag der Veranstaltung im Vergleich zum Abschluss des Customizing und Go-live Phase. Die Heimfahrt im Vergleich zu Betreuung der ersten Wochen nach Go-Live. Die ersten Tage und Gedanken nach der Veranstaltung im Vergleich zur Projektnachbesprechung.

Natürlich ist ein Tag auf der Rennstrecke etwas anderes als ein SAP HCM Projekt aber es lassen sich für mich viele Parallelen ziehen und ich nehme aus beiden Teilen für den jeweils anderen Teil etwas mit.

Govind Ostermann
SAP HCM Teamleiter Beratung / Senior Consultant

abresa Foto Motorrad

Foto made by RACEPIXX